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Arbeitslosigkeit in Österreich im Jahr 2009

Arbeitslosigkeit 2009: starker Anstieg

Gegen Ende des Jahres 2008 stieg die Arbeitslosigkeit in Österreich deutlich an, nachdem es viele Monate des Rückgangs gegeben hatte. Aber die globale Wirtschaftskrise warf ihre Schatten voraus und es war nur eine Frage der Zeit, wann die Reaktion am Arbeitsmarkt erfolgen würde.

Generell ist es so, dass eine Krise, so heftig sie auch sein möge, nicht sofort am Arbeitsmarkt zu spüren ist. Das liegt daran, dass Unternehmen noch restliche Aufträge haben und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so lange als irgend möglich beschäftigen wollen. Man hofft doch auf neue Aufträge und möchte die Leute nicht kündigen - im Gegensatz zur Allgemeinen Annahme, dass Unternehmern die Mitarbeiter egal sind.

Irgendwann ist aber eine finanzielle Situation erreicht, in der nur noch die Kündigung möglich ist, wenn nicht das gesamte Unternehmen gefährdet werden soll. Und dieses "irgendwann" erfolgt meist einige Monate später, womit die verzögerte Reaktion bei den Arbeitslosenzahlen leicht erklärt werden kann.

Im Fall des Jahres 2009 war das "irgendwann" schon im Dezember 2008 festzustellen und führte sich bis zum Dezember 2009 fort. Dramatisch waren die Zahlen in der Jahresmitte, als die Arbeitslosenzahlen sich um ein Drittel erhöhten. Ein Plus von 33 Prozent war schon lange nicht mehr in Österreich festgestellt worden und auch die anderen Monate des Hochsommers hatten Horrorzahlen aufzuwarten.

Erst gegen Ende des Jahres flachte der Anstieg etwas ab, was aber auch damit zu tun hatte, dass gegen Ende des Jahres 2008 bereits ein Anstieg gegeben war. Sehr viele arbeitslose Menschen wurden zu Schulungsmaßnahmen eingeteilt, um die Chancen für einen neuen Job zu erhöhen.

Aufs Jahr gesehen war trotz der dramatischen Situation eine gewisse Stabilität zu erkennen. Die Arbeitslosigkeit nach österreichischer Berechnung betrug im Jänner 8,3 Prozent und im Dezember 8,6. Allerdings: im Sommer 2008 betrug sie 5,0 Prozent, im Sommer 2009 kam sie nicht unter 6,3 Prozent.

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