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Arbeitslosenzahlen sind weiter im Sinken

Positiver Trend setzt sich fort

Die veröffentlichten Arbeitslosenzahlen vom Juli 2007 zeigen, dass der positive Trend in Österreich, der sich in den letzten Monaten schon abgezeichnet hatte, fortgeführt werden konnte. Insgesamt 185.420 Menschen sind laut dieser Statistik als arbeitslos gemeldet. Zu dieser Zahl müsste man aber auch jene Menschen hinzuzählen, die in Schulungen eingeteilt wurden, das sind aktuell 43.250.

Nach österreichischer Berechnung weist die Arbeitslosenquote per Juli 2007 einen Wert von 5,7 Prozent auf und ist damit so nieder wie schon sechs Jahre nicht mehr. Die EU-Berechnung würde eine Quote von 4,3 Prozent ergeben. Im EU-Vergleich liegt Österreich damit im Spitzenfeld, denn nur vier EU-Länder weisen eine niedrigere Arbeitslosenquote auf: Irland, Zypern, Dänemark und die Niederlande.

Die Statistik vom Juli 2007 zeigt, dass in allen Bereichen erfolgreiche Trends zu verzeichnen sind. Sowohl bei den Langzeitarbeitslosen, das sind Menschen, die länger als ein Jahr keinen Job finden konnten, als auch bei den Jugendlichen und bei den Menschen, die älter als 50 Jahre sind, wurde die Zahl der Arbeitslosen reduziert. Bei den Langzeitarbeitslosen gibt es sogar ein Minus von 24 Prozent zu vermelden.

Zurückgegangen ist auch die Zahl der SchulungsteilnehmerInnen um über 12 Prozent. Die Schulung sind und waren ein Hauptkritikpunkt der gesamten Arbeitslosenstatistik. Mehrfach wurde scharf kritisiert, dass die Arbeitslosen Schulungen absolvieren mussten, die entweder überhaupt nicht weiterhelfen konnten oder qualitative Mängel hatten.

Auch bei der Betrachtung der Bundesländerwerte gibt es positive Signale. Zwar hat Wien weiterhin die meisten Arbeitslosen (Quote 6,7 Prozent), in Kärnten (5,0), der Steiermark (4,4) und dem Burgenland (4,2) gibt es auch noch Nachholbedarf, aber alle anderen Bundesländer liegen unter der 4 Prozent-Marke, was als Vollbeschäftigung definiert wird. In Oberösterreich liegt die Quote derzeit sogar bei 2,6 Prozent.

Weiterentwickelt hat sich der Arbeitsmarkt selbst auch, denn die Zahl der angebotenen Stellen ist um fast 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Problematisch ist weiterhin das Angebot bei den Lehrstellen, denn dort hat sich im Widerspruch zum sonstigen Trend wenig getan. Nach wie vor stehen jeder Lehrstelle 2-3 mögliche Lehrlinge gegenüber. Das mag erstaunen, gibt es doch den vielzitierten Facharbeitermangel.

 

[Infoplattform Wissenswertes / 2. August 2007]

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