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Wetterlexikon: Sturmtief

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Größer als tropische Wirbelstürme

Ein Sturmtief bildet sich häufig auf dem Kontinent und hat öfter sogar eine größere Ausdehnung als ein tropischer Wirbelsturm. Doch im Gegensatz zum tropischen Wirbelsturm bilden sich die größten Windgeschwindigkeiten in der Höhe, beim Hurrican beispielsweise aber am Boden.

Das Sturmtief entsteht durch unterschiedliche Drucksysteme und es kann sich sehr ausdehnen. In Europa erinnert man sich an Kyrill, einem riesigen Sturmtief, das von den Britischen Inseln über Mitteleuropa bis in die baltischen Staaten für enorme Schäden gesorgt hat.

Denn ein Sturmtief enthält zwar den Begriff "Sturm", was normalerweise einen Wind der Stärke 9 ab 75 km/h Windgeschwindigkeit bedeutet, aber das Sturmtief entwickelt mitunter Windgeschwindigkeiten bis zur Orkanstärke. Ein Orkan ist der stärkste in der Beaufort-Skala festgelegte Wind der Stärke 12, Schäden an Gebäuden anrichten kann.

Trotzdem sind die Windgeschwindigkeiten im Gegensatz zum Hurrican weit geringer, doch Spitzengeschwindigkeiten bis zu 200 km/h sind dennoch möglich und reichen aus, um schwere Schäden zu erzeugen.

Grundlage dieser Winde ist die Zusammensetzung des Sturmtiefs selbst. Wie der Name verrät, handelt es sich um ein Tiefdrucksystem und einem tiefen Kerndruck. Dadurch entsteht ein enormer Druckunterschied zu den anderen Drucksystemen und der Wind bildet sich in der beschriebenen Stärke.

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