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Seit Tagen kämpfen die Einsatzkräfte in Sizilien gegen die Flammen, die wieder von Menschenhand provoziert worden sind. Auch in Portugal brennen die Wälder auf großen Flächen. Besonders schlimm ist die Situation in Griechenland, wo auf der Halbinsel Peloponnes gleich 170 Brände binnen eines halben Tages ausgebrochen sind und Brandstiftung fast schon als sicher angenommen werden muss.
Dazu kommt, dass es derzeit in Griechenland sehr starken Wind gibt, der die Feuerwalze immer weiter vorantreibt. Ganze Dörfer sind eingeschlossen, Menschen sterben in ihren eigenen Fahrzeugen, auch Feuerwehrleute mussten schon ihr Leben lassen. Bisher sind über 50 Menschen an den Folgen der Waldbrände gestorben. Es steht zu befürchten, dass die Zahl noch deutlich steigen wird.
Viele Menschen mussten in die umliegenden Spitäler eingeliefert werden, weil sie schwerwiegende Atemwegsbeschwerden hatten. In einigen Regionen, besonders im Hügelland, sind Dörfer vermutlich eingeschlossen, doch Hilfe kann derzeit nicht erfolgen, weil durch die Stürme keine Flugzeuge eingesetzt werden können. Damit wird die Arbeit der Feuerwehren und ihrer vielen freiwilligen Helfer zur Unmöglichkeit, weil der Wind mehr Feuer entfacht, als die Truppen löschen können.
Das benachbarte Albanien hat Griechenland um Hilfe gebeten, weil auch dort viele Brände außer Kontrolle sind. In dieser Region hofft man nun, dass die Stürme nachlassen, denn bei Böen von 100 Stundenkilometer sind Löscharbeiten mit den Flugzeugen unmöglich.
Mittlerweile läuft internationale Hilfe der EU an, um die Krisensituation zu bewältigen, denn selbst die griechische Hauptstadt Athen ist von den Flammen betroffen. Nach wie vor sind hunderte Menschen eingeschlossen und viele sterben, weil sie durch die Rauchentwicklung ersticken.
Auch in Italien gab es hunderte Brände zu löschen. Die Temperaturen nahe der 40 Grad-Grenze trocknen die Wälder weiter aus und die Löschtrupps kommen seit Wochen nicht zur Ruhe. Einige Dörfer und Städte waren unmittelbar von den Flammen betroffen, in Palermo brach sogar eine Panik aus, weil sich die Waldbrände der Stadt immer weiter näherten.
Bisher hat man in Italien 11 Tote aufgrund der Waldbrände gezählt. Der Schaden lässt sich noch gar nicht abschätzen. Laut dem WWF ist der Schaden der heurigen Waldbrände der größte, den es je in Italien gegeben hatte.
[wissenswertes.at / 26. August 2007]
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