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Startseite > Wetter & Klima > Waldbrand > Jul 07: Südeuropa > Waldbrände Italien

Waldbrände in Italien bedrohen die Strände

Teilweise gelegte Brände

In Italien herrschen seit einigen Tagen Temperaturen um oder über 45 Grad Celsius im Schatten. Durch den sehr trockenen und milden Winter sind Sträucher und Bäume ausgetrocknet und neigen leicht zur Entzündung. Die Folge sind jetzt riesige Waldbrände, die vor allem in Süditalien, aber auch in Mittelitalien wüten und immer größere Ausmaße annehmen.

Die Waldbrände bewegen sich vielfach auf beliebte Badestrände zu, weshalb es Strände evakuiert werden mussten. Viele Menschen sind einfach nur in der Badebekleidung geflüchtet, weil sie vom Feuer überrascht wurden auch viele Touristen aus Italien selbst und aus anderen Ländern mussten gleichfalls die Flucht ergreifen, um das eigene Leben zu schützen.

Dabei haben viele alles verloren: vom Auto über die Papiere bis zum Wohnwagen fielen die Güter dem Feuer zum Opfer, einzig das Leben konnte gerettet werden. Besonders in Apulien, in Südost-Italien gelegen, wurde die Situation dramatisch. Dort waren tausende Menschen, viele davon Touristen, von den Bränden eingeschlossen und mussten mittels Boote und Hubschrauber ausgeflogen werden. Insgesamt 4.000 Menschen konnten so gerettet werden.

Bisher wurden vier Menschen durch die Feuer getötet und es steht zu befürchten, dass die Zahl noch steigen wird, weil hunderte Hektar an Waldfläche in Flammen stehen. Krank daran ist, dass aus kapitalistischen Gründen angeblich einige der Brände, vor allem in Süditalien, gelegt wurden, um mehr Baufläche zu erhalten. Dieses Phänomen gab es schon vor einem Jahr in Portugal, als man wochenlang gegen die Flammen gekämpft hatte, die von solchen Verbrechern selbst gelegt wurden.

Weitere Länder betroffen

Neben Italien hat auch Kroatien in der Küstenregion große Probleme mit den Waldbränden. Ganze Dörfer mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Gleiches gilt auch für Mazedonien und Griechenland. Auch hier toben seit Tagen Waldbrände, die große Landstriche vernichtet haben.

Heimkehr der österreichischen Touristen

Unterdessen werden mittels Sonderbusse viele Touristen in die Heimat transferiert. Der ÖAMTC holt mit Unterstützung des Außenministeriums die Menschen aus Italien nach Hause. Der erste Bus wird heute vormittag erwartet und bringt vor allem Menschen aus Tirol und Oberösterreich, aber auch Touristen aus Deutschland nach Innsbruck, von wo sie mit Sondertaxis in ihre Wohnorte heimgefahren werden.

Insgesamt über 90 österreichische Touristen sollen von der Brandkatastrophe in Italien betroffen sein.

 

[wissenswertes.at / 26. Juli 2007]

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