Die internationale Vierschanzentournee findet seit 1953 jedes Jahr zwischen Weihnachten und dem 6. Jänner statt. Jeweils zwei Schanzen in Deutschland bzw. in Österreich sind erfolgreich zu bewältigen, um den Gesamtsieg in der Vierschanzentournee erringen zu können.
Sensationssieger gibt es fast nicht, denn jede der vier Schanzen hat eine andere Charakteristik und so dauerte es sehr lange bis der Deutsche Sven Hannawald im Jahre 2002 auf allen vier Schanzen innerhalb einer Tournee siegreich bleiben konnte. Das war bisher niemanden gelungen und seither auch nicht wieder. Einigermassen witzig ist auch, dass Sven dies genau beim 50jährigen Jubiläum der Tournee gelang.
Die Tournee hat immer den gleichen Ablauf. Als erste Schanze nach den Weihnachtsfeiertagen wird in Oberstdorf gesprungen. Danach kommt Garmisch-Partenkirchen mit dem Neujahrsspringen an die Reihe, ehe nach Österreich gewechselt wird. Am 4. Jänner ist Innsbruck dran, ehe am 6. Jänner der Abschluss der Tournee in Bischofshofen erfolgt.
Jede der vier Schanzen ist eine kleine Berühmtheit und hat viele Geschichten zu erzählen und jede der vier Schanzen wurde im Laufe der Jahre umgebaut und modernisiert. Das verhinderte aber nicht, dass es Schanzen gibt, auf denen gewisse Springer einfach nicht gewinnen können und es verhindert auch nicht, dass jene, die vor der Tournee schon in Form waren, auch bei der Tournee unter den Bestplatzierten zu finden sind.
Eine Besonderheit im Rahmen des Skisprung-Weltcups stellt die Vierschanzentournee auch deshalb dar, weil im K.O.-Modus gesprungen wird. Normalerweise gibt es nach der Qualifikation einen ersten Durchgang mit 50 Springern, die in gestürzter Reihenfolge des aktuellen Weltcupstandes ihren Sprung absolvieren. Die besten 30 kommen dann in den zweiten und finalen Durchgang. Bei der Vierschanzentournee springen hingegen die 50 Teilnehmer des ersten Durchgangs in Paaren gegeneinander, wobei die 25 Sieger und die besten 5 Verlierer das Kontigent für den zweiten Durchgang stellen.
So ist es schon vorgekommen, dass ein Springer leistungsmäßig unter den Top 30 platziert war, aber trotzdem als Verlierer ausscheiden musste. Der K.O.-Modus wird seit einigen Jahren bei der Vierschanzentournee ausgetragen, wurde aber nicht auf den gesamten Weltcup ausgedehnt.
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