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Fazit zur Tour de Suisse 2010

Sehr enge Tour de Suisse

Die Tour de Suisse 2010 war wohl eine der knappsten überhaupt, auch wenn man sich an die Rundfahrt erinnern kann, als Jan Ullrich sich im abschließenden Zeitfahren den Gesamtsieg doch noch holen konnte. Aber wenn man sich das an sich gar nicht so lange Zeitfahren der letzten Etappe der Tour de Suisse 2010 ansieht und wenn man weiters betrachtet, wieviele Verschiebungen es noch in der Gesamtwertung gab, dann ist das bemerkenswert.

Gewonnen hat der Luxemburger Fränk Schleck, der mehrfach bei Anstiegen angegriffen hatte und sich sehr aktiv zeigte. Das kann durchaus als ein starker Hinweis in Richtung Tour de France gewertet werden, denn sowohl er als auch sein stärker eingestufter Bruder Andy waren beim Giro nicht dabei und haben sich konsequent für die große Schleife vorbereitet. Die Tour de Suisse war eine logische Vorbereitung hiefür.

Geführt hatte bis zum Schlusstag Robert Gesink, der die Konkurrenz auf der 6. Etappe, der Königsetappe, stehen ließ und sich auf Platz eins der Gesamtwertung setzte. Aber er war bekannt als einer, der Zeitfahren nicht mag und daher nicht gut darin ist und tatsächlich versemmelte er den Vorsprung von 38 Sekunden auf Fränk Schleck, der selbst nicht als perfekter Zeitfahrer gilt. Mehr noch - Gesink fiel auf Platz fünf zurück!

Platz zwei ging an Lance Armstrong, der relativ unauffällig fuhr und nur dadurch aufhorchen ließ, dass er sich nicht als einer der Favoriten für die Tour de France sieht. Dazu sei er aktuell zu schwach, aber ein solides Zeitfahren brachte ihn bis auf 12 Sekunden an den Gesamtsieg heran. Und Platz drei ging an den Dänen Jakob Fuglsang, der eine sehr aktive Tour de Suisse gefahren war.

Vorjahrestriumphator Fabian Cancellara wurde sogar im Zeitfahren von Tony Martin geschlagen, hatte seine Titelverteidigung aber schon auf der Königsetappe begraben müssen, als er früh abreissen lassen musste. Interessant bei der Tour de Suisse 2010 war, dass einige Ausreisser das Ziel vor dem Feld sahen. Für die Sprinter war die Rundfahrt kaum eine Reise wert.

 

[wissenswertes.at / 20. Juni 2010]

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