Suchmaschine
Bitte gewünschten Suchbegriff im Formular eingeben.
Der Sport ist dadurch geprägt, dass man, wenn man ihn bewerbsmäßig ausführt, unbedingt gewinnen will. Da gibt es lockerere Sportler/innen, die eine Niederlage nicht so schlimm empfinden und Sportler/innen, die man auch als "ehrgeizzerfressen" bezeichnet. Zweiteren sieht man den Willen zum Gewinnen besonders stark an - Hermann Maier in seiner besten Zeit war so ein Beispiel, bei dem man den Eindruck gewann, dass er das erste Tor des Kurses gleich "fressen" möchte.
Der Ehrgeiz und Siegeswille ist auch wichtig, um Erfolg zu haben, doch dieser soll nicht um jeden Preis erzielt werden. Die Fairness muss erhalten bleiben, egal, ob es sich dabei um ein Fußballspiel handelt, ob es ein Skirennen ist oder ob ein Volleyballspiel durchgeführt wird.
Das Bestreben, die Fairness sicherzustellen bzw. dort, wo es notwendig ist, auch zu verbessern, führte zum Begriff Fair-Play, das gerne mit dem Fußball in Verbindung gebracht wird. In manchen Fußball-Meisterschaften wurde eine eigene Fair-Play-Wertung eingeführt, durch die Vereine, die sich eigentlich nicht international qualifizieren konnten, trotzdem einen Fixplatz für die internationalen Bewerbe der nächsten Saison erhalten, weil sie die Fair-Play-Wertung gewonnen haben.
Fair-Play ist eine Grundeinstellung. Man soll gewinnen, aber nicht mit unfairen Mittel. Das ist manchmal schwer zu realisieren, wenn man an ein Skirennen denkt. Eine Weltcup-Abfahrt dauert oft eine Stunde oder länger und in dieser Zeitspanne kann das Wetter sich völlig anders gestalten, eisige Pisten können griffig werden, die Sicht kann sich ändern. Wenn dann Skirennläufer/innen mit hohen Startnummern einen Sieg erzielen, den sie normalerweise nicht erreicht hätten, ist das zwar nicht besonders fair gegenüber denen, die schlechtere Bedingungen hatten, aber es ist nicht unfair, weil für die äußeren Bedingungen kann man niemanden einen Vorwurf machen.
Wenn man aber in einem Fußballspiel weiterspielt, obwohl ein gegnerischer Spieler verletzt am Boden liegt, ist dies unfair. Fair-Play ist nicht nur die Summe der gelben und roten Karten, die im Laufe einer Meisterschaft verteilt wurden, sondern auch eine Grundeinstellung im Verhalten zueinander.
Manchmal gibt es aber besonders faire Sportlerinnen und Sportler, die sich einen richtig positiven Ruf aufbauen. Dazu zählen beispielsweise Tennisprofis, die eine Schiedsrichterentscheidung zu eigenen Ungunsten korrigieren, weil sie nicht durch Fehlentscheidungen gewinnen wollen oder Fußballprofis, die den Schiedsrichter darüber informieren, dass seine gelbe Karte, die er einem Gegenspieler geben will, die falsche Entscheidung ist, weil es kein Foul war. Solche Ereignisse gibt es immer wieder und zeigen, dass trotz der Härte, trotz des wirtschaftlichen Drucks und des Ehrgeizes Fair-Play ein gelegtes Mittel in der Welt des Sports ist.
RSS Beliebte Infos
Messekalender
Produkt-ABC
Popkonzerte 2013
Urlaubsangebote
Umfragen
Sportevents
Eishockey-WM 2013
Giro d´Italia 2013
Formel 1-WM 2013