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Knappes Wahlergebnis erwartet

Kopf-an-Kopf-Rennen mit vielen Fragezeichen

Eine Woche vor der Nationalratswahl wurden die letzten Umfrageergebnisse für das mögliche Wahlergebnis veröffentlicht. Traditionell gibt es in der letzten Woche vor der Wahl keine weiteren Ergebnisse mehr. Es liegen Umfragen von market (Auftraggeber news), OGM (profil), Gallup (Österreich) und Integral (Kurier) vor, die sich in den Ergebnissen ziemlich einig sind.

Demnach gibt es weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPÖ und ÖVP, wobei die SPÖ einen leichten Vorsprung haben dürfte. market und OGM errechneten 29 Prozent für die SPÖ und 26 Prozent für die ÖVP, Gallup sieht das Verhältnis 28:26 und nur bei Integral liegen beide Parteien gleichauf.

Platz drei scheint der FPÖ sicher zu sein, denn in den Umfragen liegt die Partei bei 17 bis 20 Prozent, während die Grünen bei 11 bis 12 Prozent liegt und der Rückstand sehr groß ist. Das BZÖ wird auf 6 bis 8 Prozent eingeschätzt und wird sich gegenüber der Nationalratswahl 2006 deutlich steigern.

Das Liberale Forum dürfte die 4-Prozent-Hürde schaffen und hat in Wien die zusätzliche Option eines Direktmandates, wodurch auch der Einzug in den Nationalrat möglich werden kann. Die Liste Fritz kommt auf 2-3 Prozent und würde den Einzug in das Parlament nicht schaffen, allerdings gibt es auch bei dieser Partei die Option, dass ein Direktmandat in Tirol geschafft wird.

Soweit die Umfrageergebnisse. Dabei gibt es aber viele Fragezeichen, weshalb man die Ergebnisse nicht 1:1 mit dem Wahlergebnis gleichsetzen darf.

Da wäre zum einen einmal die Wahlbeteiligung. Je höher die Wahlbeteiligung ist, umso größer wird der Zuspruch der Großparteien werden. Das liegt daran, dass viele Stammwähler/innen aus Enttäuschung nicht zur Wahl gehen und bei niedriger Wahlbeteiligung verlieren daher die traditionellen Großparteien, umgekehrt gewinnen sie an Stimmanteile, wenn viele Leute mobilisiert werden können.

Das nächste Fragezeichen sind die Jungwähler/innen. Gerade die 16- und 17-jährigen Jugendlichen dürfen das erste Mal wählen und man kann nicht wirklich abschätzen, wie sie wählen werden.

Und dann ist die Situation zu beachten, dass es in Österreich noch nie so viele Parteien gab, die österreichweit kandidieren. Dadurch verändert sich die Struktur der Stimmanteile und auch für die Regierungsbildung können diese Parteien elementare Veränderungen mit sich bringen.

Und dann wäre da noch die Möglichkeit, dass es erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg eine Nationalratswahl gibt, bei der keine Partei mehr als 30 Prozent Stimmanteil erreicht. Das gab es noch nie.

[wissenswertes.at / 21. September 2008]

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