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Uranus - Siebenter Planet im Sonnensystem

Äußerer Planet mit Ringe

Uranus
Echt- und Falschfarben-Aufnahme des Uranus

Bis zum Jahr 1781 dachten die Menschen, dass das Sonnensystem mit dem Saturn endet, weil darüber hinaus waren keine Planeten bekannt. Doch die Menschen lagen falsch und durch Friedrich Herschel, einem britischen Astronomen, wurde der Uranus als siebenter Planet entdeckt.

Dabei dachte Herschel zuerst daran, einen Kometen gefunden zu haben, doch seine Informationen an Kollegen brachten die Erkenntnis zum Vorschein, dass es sich um einen noch unbekannten Planeten handeln musste. Um Uranus gab es ungewöhnliche Diskussionen, was den Namen betraf, denn Herschel wollte den Planeten "Georgium Sidus" (Georgs Stern) nennen, weil er selbst an den Hof von König Georg III. gerufen wurde. Dagegen gab es viele Proteste und man einigte sich später auf Uranus, ein Name, der seine Wurzeln in der klassischen Mythologie hatte, wie alle anderen Planeten auch.

Über den Uranus weiß man noch nicht sehr viel. Man vermutet, dass es im Inneren einen Gesteinskern aus Silikaten und Eisen gibt. In der Atmosphäre gibt es Methanwolken, die durch heftige Winde über den Planeten gejagt werden. Die Wolken selbst sind selten von Dauer und es gibt auch sonst keine erkennbaren Strukturen wie dunkle Flecken oder andere Besonderheiten. Durch die Menthanwolken erscheint der Planet bläulich-grün, denn die rote Farbe wird absorbiert, die genannten beiden Farben aber reflektiert.

Die Atmosphäre selbst setzt sich aus Wasserstoff und Helium zusammen. In der Atmosphäre bilden sich Eiswolken, eine Folge von Eiskristallen, die sich zu einem Methaneis vereinigen und später zu festen Eisschichten werden. Diese werden langsam um den Planeten bewegt.

Sehr interessant am Uranus sind seine Ringe, wobei mittlerweile elf erkannt wurden - also mehr als beim Jupiter und Saturn zusammen - und die geneigte Achse. Denn die Rotationsachse ist um 90° geneigt, weshalb die Vermutung naheliegt, dass der Uranus einmal von einem großen Körper getroffen wurde.

Durch die Neigung sind Jahreszeiten entstanden, die exakt 21 Erdjahre dauern, weil der Uranus 84 Jahre braucht, um die Sonne einmal zu umkreisen. Das bedeutet auch, dass die der Sonne abgewandte Seite sehr lange im Schatten liegt. Es kommt zu heftigen Stürmen, wenn die Jahreszeiten wechseln, weil die warme Sonnenluft auf die abgekühlte Oberfläche trifft.

Bildquelle: http://nssdc.gsfc.nasa.gov

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