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Die Erdbebenzone VII auf unserem Heimatplaneten Erde umfasst ein eigentlich recht kleines Gebiet, nämlich Alaska und die Inselgruppe der Aleuten, also den Grenzbereich zwischen Russland im Westen und den USA im Osten beim Beringmeer.
In diesen Regionen gibt es viele wenig besiedelte Gebiete und Erdbeben fordern nicht soviele Todesopfer wie bei Erdbeben in China oder Indien, aber hinsichtlich der geologischen Vorgänge ist die Erdbebenzone VII sehr interessant und das zeigte sich vor allem bei einem Erdbeben, das sich am 28. März 1964 ereignet hatte.
Das Erdbeben fand bei Anchorage statt. Die Stadt liegt beim Golf von Alaska und die Magnitude betrug 8,0 und forderte über 1.000 Menschenleben. Das war schlimm, aber für Geologen wurde das Erdbeben insoferne interessant, als sich ganze Erdmassen verschoben haben. Untersuchungen haben herausgefunden, dass eine große Fläche von über 300.000 Quadratkilometer verschoben wurden und, so nimmt man an, mit einem Ruck. Das bedeutet, dass ein Gebiet von ungefähr 400 Kilometer Breite und 800 Kilometer Länge mit einem Mal von A nach B versetzt wurde.
Eine Eisenbahn ist von ihren Schienen entfernt und 50 Meter weitertransportiert worden. Ganze Erdwälle sind neu entstanden und an anderer Stelle gab es plötzlich eine Senke, die vorher definitiv nicht da war. Das Ereignis ist ein Beispiel für eine Subduktion, also das Unterschieben einer Erdplatte unter eine andere und weckte die Neugierde der Erdbebenforscher hinsichtlich weiterer solcher Vorgänge.
Aus der Plattentektonik weiß man, dass sich die Pazifische Platte jedes Jahr um etwa 6 Zentimeter nach Norden unter die Nordamerikanische Platte schiebt und die Erdbebenzone VII markiert den Ort, wo dies passiert und Erdbeben wie jenes von Anchorage werden daher noch öfter entstehen.
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