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Vergangene Nacht ereignete sich ein schweres Erdbeben im südamerikanischen Staat Peru, das auch in Ecuador und Brasilien zu spüren war. Unmittelbar nach dem Erdbeben wurde eine Tsunami-Warnung herausgegeben, die aber rasch wieder aufgehobe werden konnte. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 140 Kilometer südlich der Hauptstadt von Peru, Lima, und hatte laut Richter-Skala eine Stärke von 7,7.
Besonders schwer betroffen sind südlichen Küstenstädte Ica und Picso, in denen viele Menschen von den Mauertrümmern der zusammengefallenen Gebäude begraben wurden. Picso weist ungefähr 55.000 Einwohner auf und die Stadt ist zu erheblichen Teilen völlig zerstört worden. In Ica, das 160.000 Einwohner aufweist, ist die Stromversorgung komplett zusammengebrochen, wodurch die Helfer in völliger Finsternis nach Opfern suchen mussten.
Insgesamt hat man bisher 500 Tote gezählt und weit über 1600 Menschen sind verletzt worden, zum Teil schwer verletzt. Die Aufräumungsarbeiten werden eine ganze Weile andauern, sodass genaue Opferzahlen erst später zu erwarten sind. Dazu kommt, dass die Kommunikation komplett zusammengebrochen ist und daher viele Meldungen erst später erfolgen konnten.
Heute morgen waren einige Nachbeben zu spüren, die weitere Ängste unter der Bevölkerung ausgelöst haben. Lima selbst, obwohl recht nahe am Epizentrum gelegen, hat bisher keine Schäden gemeldet. Aber die Menschen in der Hauptstadt liefen zu tausenden in Panik auf die Straßen, weil das Erdbeben sehr deutlich zu spüren war.
Das Erdbeben mit der Stärke 7,7 nach Richter ist das stärkste Erdbeben in Peru seit über 50 Jahren. Das Beben ereignete sich um 1.41 Uhr mitteleuropäischer Zeit und dauerte zwei Minuten. Im hiesigen Institut für Geophysik werden für die nächsten vier bis sieben Tage einige Nachbeben erwartet.
[wissenswertes.at / 16. August 2007]
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