Suchmaschine
Bitte gewünschten Suchbegriff im Formular eingeben.

Startseite > Geografie & Astronomie > Erdbeben > Apr 09: Italien

Erdbeben in Mittelitalien fordert 150 Menschenleben

Viele Opfer, zahlreiche Gebäude zerstört

Mittelitalien gilt seit jeher als erdbebengefährdet, aber starke Erdbeben sind trotzdem sehr selten. Doch in der Nacht auf Montag bebte die Erde mehrfach, bis es zum finalen starken Erdbeben kam, das nach bisherigen Erkenntnissen eine Stärke von 5,8 bis 6,3 gehabt hat und dessen Epizentrum 90 Kilometer nördlich von Italiens Hauptstadt Rom lag.

Das Beben war in Rom ebenso zu spüren wie in den nördlicheren Regionen, selbst in Triest konnten die Erdbewegungen wahrgenommen werden. In vielen Städten brach Panik aus und tausende Menschen verließen fluchtartig die Gebäude.

Am Morgen wurde dann das Erdbeben in den internationalen Berichten erwähnt und es wurde spekuliert, dass es ein paar Todesopfer geben dürfte, mittlerweile weiß man mehr. Das Erdbeben verursachte enorme Schäden und bisher sind offiziell über 150 Todesopfer zu beklagen. Angesichts der Tatsache, dass viele kleine Ortschaften noch gar nicht richtig erfasst und erreicht wurden, ist zu befürchten, dass sich diese Zahl noch deutlich erhöhen wird.

Das Problem ist dabei nicht nur der Schaden durch das Erdbeben, dessen stärkste Phase um 3.32 Uhr die Menschen überrascht hatte, sondern auch starke Nachbeben, die die Rettungsaktionen zur Gefahr werden ließen.

Hunderte Gebäude sind völlig zerstört worden, an die 15.000 Gebäude dürften beschädigt worden sein und zumindest 50.000 Menschen sind durch die Folgen des Erdbebens obdachlos geworden. Auch diese Zahl kann noch steigen.

Die Regionen von Mittelitalien wurden schon mehrfach von schweren Erdbeben heimgesucht. Der Grund hiefür liegt in der Plattenstruktur der Erde. Die Afrikanische Platte drückt auf die Eurasiatische Platte quer durch das italienische Festland zieht sich die Grenze der Platte des Tyrrhenenischen Meeres im Westen und der Platte der Adria im Osten. Durch das Näherrücken der Afrikanischen Platte entsteht so zwischen den beiden kleineren Erdplatten Reibung und diese lässt die Erde in Italien oftmals beben. Auch die bekannten Vulkane sind eine Folge der Plattenverschiebungen.

 

[wissenswertes.at / 6. April 2009]

Nach oben

Bisherige Kommentare (1)

Lechner Ilona schrieb am 20. 04. 2009 um 11:07

Ich wohne in 8782 Treglwang in einem 2Familienhaus im Dachgeschoss - auch hier war das Erdbeben deutlich zu spüren - es war 8.34 Uhr als plötzlich das ganze Dach ordentlich wackelte, es gab ein Geräusch, als würde aus dem Nichts ein Orkan mit 200 km/h duchs Gebäude fegen.

Seiten: 1

Kommentar schreiben (Werbung wird gelöscht)


Spamschutz: bitte folgendes Wort in das nächste Feld eingeben: nospam




RSS-FeedRSS
abonnieren


Beliebte Infos
Messekalender
Produkt-ABC
Popkonzerte 2013
Urlaubsangebote
Umfragen

Sportevents
Giro d´Italia 2013
Formel 1-WM 2013