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Haiti, das als eines der ärmsten Länder der westlichen Welt gilt, wurde heute morgen von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Das Erdbeben hatte die Stärke von 7,0 nach der nach oben offenen Richter-Skala und sein Epizentrum befand sich nur etwa 15 Kilometer von der Hauptstadt Port-au-Prince entfernt.
Dazu kamen heftige Nachbeben, die zusätzlich für Panik sorgten. Menschen liefen blutüberströmt durch die Straßen und es brach völliges Chaos aus. Auf der Karibikinsel stürzten zahlreiche Gebäude ein und niemand weiß, wieviele Menschen unter den Trümmern verschüttet sind. Dazu fehlt technisches Gerät, um die Bergungsarbeiten schnell voranzutreiben.
So wird berichtet, dass viele Menschen versuchen mit bloßen Händen Opfer aus den Trümmern zu bergen. Internationale Berichterstatter melden aus der Hauptstadt Straßenzüge, bei denen mehr als die Hälfte der Gebäude schwer beschädigt wurden, zum Großteil sind die Häuser in sich zusammengestürzt.
Von daher war sofort die Befürchtung geäußert worden, dass hunderte Menschen getöten worden sein könnten. Es wird aber Schlimmeres befürchtet, denn es könnten auch tausende Opfer zu beklagen sein. Die Kommunikation ist auch zusammengebrochen, weil die Telefonleitungen beschädigt wurden. Im Laufe des Tages kamen immer mehr Katastrophenmeldungen und es kann nicht mehr ausgeschlossen werden, dass bis zu 100.000 Menschen dem Erdbeben zum Opfer gefallen sind.
Die internationalen Hilfsmaßnahmen sind sofort eingeleitet worden, um so schnell wie möglich den betroffenen Menschen Unterstützung bieten und um mögliche Verschüttete noch lebend bergen zu können.
Wer für die Erdbebenopfer spenden möchte, findet auf der nachstehenden Seite des ORF eine Aufstellung der Spendenkonten. Viele Hilfsgemeinschaften haben bereits ein Konto eingerichtet.
http://orf.at/100113-46834/index.html
[wissenswertes.at / 13. Jänner 2010]
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