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Der Daviscup wird seit über 100 Jahren ausgetragen. Dabei wird an drei Tagen - von Freitag bis Sonntag - in einem Nationenturnier jeweils der Sieger ermittelt. Gespielt werden fünf Spiele - vier Einzel und eine Doppelpartie. Am Freitag werden die beiden ersten Einzel ausgetragen, am Samstag gibt es das Doppel und am Sonntag finden die verbliebenen Einzel statt.
Der Daviscup ist die einzige Wertung im Profitennis, bei der die Einzel- und Doppelspiele zusammengezählt werden. Jedes der fünf Spiele ist bei siegreichen Abschluss mit einem Punkt gewertet, sodass das siegreiche Team maximal mit 5:0 gewinnen kann und auf jeden Fall drei Punkte erzielt werden müssen, um das Duell für sich zu entscheiden.
Gegenüber stehen sich immer Nationalmannschaften, wobei die besten 16 Nationen in der Hauptgruppe ihren Sieger ermitteln, der sich dann Daviscup-Sieger bezeichnen darf. Nachgeordnet gibt es regionale Gruppen, deren Sieger mit den Verlierern der ersten Runde in der Hauptgruppe um die Plätze für das nächste Jahr in der Hauptgruppe spielen. Die 16 Nationen im Hauptbewerb tragen das Turnier, das sich über das gesamte Tennisjahr erstreckt, im k.o.-System aus, das heisst, dass die Verlierer der ersten Runde wie geschildert gegen den Abstieg kämpfen müssen, alle anderen Nationen steigen ins Viertelfinale auf, dann Halbfinale und letztlich das Finale.
Bis in die 80er-Jahre spielte man ohne Tie-Break, was sehr lange Partien verursacht hatte, da best-of-five gespielt wird. In der Zwischenzeit gelten die gleichen Regeln wie bei den Grand Slam-Turnieren, also auf fünf Gewinnsätze und im letzten Satz entfällt der Tie-Break (ausser bei den US-Open). Wenn eine Daviscup-Begegnung frühzeitig entschieden ist , zum Beispiel nach dem Doppel steht es 3:0, dann werden die restlichen Einzel best-of-three also auf zwei Gewinnsätze gespielt.
Der Daviscup hat seinen eigenen Reiz. Er erzeugt immer wieder sehr emotionale Stimmungen im Tennisstadion und bedeutet für die meisten Tennisprofis sehr viel, weil Tennis sonst ein reiner Einzelsport ist. Im Daviscup ist man aber auch für die Mannschaft verantwortlich, was mehr Druck bedeuten kann, aber auch mehr Verbundenheit und diese setzt manchmal neue Kräfte frei.
[wissenswertes.at / 4. Dezember 2006]
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