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Die Parteienlandschaft in Österreich war jahrzehntelang relativ stabil und ohne grosse Veränderungen geblieben. Es gab die SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs) und die ÖVP (Österreichische Volkspartei) sowie als drittes Lager die FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs). Die Regierungsverantwortung lag entweder bei der SPÖ oder der ÖVP oder es gab eine große Koalition zwischen beiden.
In den 80er-Jahren entwickelte sich die Gesellschaft neu und Themen, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht so relevant waren, wurden aktueller denn je. Dazu zählten vor allem die Umweltfragen, aber auch Fragen rund um Frauenbewegungen, Gerechtigkeit und Globalisierung wurden wichtig.
In Österreich gab es eine heftige Auseinandersetzung um die Donau-Auen, die mit einem sehr harten Durchgreifen der Polizei gegenüber den Umweltaktivisten, die die Auen besetzt hatten, eskaliert sind. Dieser Konflikt war der Grundstein für die Gründung der Grünen, die lange Zeit als Grüne Alternative um Stimmen warb und heute eine fixe Größe im österreichischen Parlament darstellt.
Ebenfalls zu dieser Zeit begann der Aufstieg von Dr. Jörg Haider als Obmann der FPÖ, der die Partei, die meist nur geringe Stimmanteile aufwies, bis zu fast 30 Prozent Zustimmung in der österreichischen Bevölkerung anwachsen lassen konnte.
In den 90er-Jahren wurde dann das Liberale Forum gegründet. Ziel dieser Partei, die sich aus der FPÖ herausgebildet hatte, war es, eine liberalere, frauengerechtere und gerechtere Politik einzubringen. Das Liberale Forum stand für mehr Toleranz und war am Beginn seiner Tätigkeit recht erfolgreich, musste in den letzten Jahren aber erkennen, dass das Potential für den Einzug in das Parlament nicht mehr vorhanden ist.
2005 wurde auf ähnliche Weise wie beim Liberalen Forum unter Leitung von Dr. Jörg Haider das BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) gegründet. Auch das BZÖ entwickelte sich aus der FPÖ heraus und wollte eine wirtschaftsliberale Politik anbieten, um an alte Erfolge der FPÖ anzuschließen.
Und die Entwicklung ist eine fortlaufende, denn immer wieder werden neue Parteien gegründet, um Mitspracherecht mit Wahlstimmen zu erwerben.
Bisherige Kommentare (5)
Pastor Hans-Georg Peitl schrieb am 25. 07. 2011 um 13:29
Auch wenn ich bisher nicht weiss, wie man hier die Gründung einer neuen Partei bekannt geben soll, so möchte ich doch auf diesem Weg auf die österreichische Bürgerpartei http://www.oebp.at hinweisen.
FRANZ J.PLANK schrieb am 20. 07. 2011 um 22:10
ich werde versuchen, österreich und europa wieder in schwung zu bringen.
heute zählt erfahrung , und nicht geld dr.titel usw.
Fritz schrieb am 14. 06. 2011 um 19:01
liebe leute es gibt wieder eine neue partei in österreich,es lohnt sich rein zu schauen.
hier die adresse : http://www.poep.at/
PÖP - Partei Österreichischer Patrioten
liebe grüsse Wake - SV
TheF schrieb am 11. 09. 2010 um 21:31
Haider hat die FPÖ sicher nicht verlassen weil sie zu gestrig war, denn er hat das gestrige in der FPÖ salonfähig gemacht! Ich als ehem. Bzö Mitglied kann nur aagen, dass die bekannten BZÖ Persönlichkeiten wie Stadler, Grosz, Petzner, Westenthaler ideologisch ident der Fpö sind, an denen wird Bucher auch scheitern! Nebendem ist das was am Parteiprogrammzettel steht eben nur auf dem Zettel offiziell!
Staatsfreund schrieb am 03. 07. 2010 um 23:21
Ziemlich unrichtig dieser Kommentar:
Das BZÖ steht für rechtsliberale Partei und bezeichnet sich auch als Reformdemokratische Partei.
Hier gibt es keine Ähnlichkeiten zur FPÖ und die grenzt sich auch von dieser deutlich ab.
Das einzige was beide Parteien gemeinsam hatten, war die erfolgreiche Zeit unter Jörg Haider.
Nachdem Jörg Haider sich mit seinen Getreuen von der FPÖ losgelöst hatte, weil er mit den gestrigen dieser Partei keinen Staat zu machen sah, liegt wohl die legitime Erbschaft nach seinem Tod 2008 beim BZÖ.
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