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In der Antike gab es die Olympischen Spiele bei den Griechen. Dokumenten zufolge, die überliefert wurden, fanden schon etwa 800 Jahre vor Christus solche Wettbewerbe statt, die allerdings mit den moderen Olympischen Spielen wenig gemein hatten, weil sie vor allem zu Ehren von Zeus und den anderen griechischen Göttern veranstaltet wurden und Volksfestcharakter hatten.
Obwohl jahrhundertelang die olympische Idee nicht mehr durch entsprechende Spiele eine Basis hatten, lebte der olympische Gedanke weiter und für viele unbekannt ist die Tatsache, dass in verschiedenen Ländern Europas die Wiederauferstehung der Spiele versucht wurden. So gab es schon im 17. Jahrhundert in England mehrere Veranstaltungen, die aber hauptsächlich regionaler Natur waren.
Die Olympischen Spiele der Neuzeit fußten auf den Überlegungen von Pierre de Coubertin, der mehrere Gedankengänge zu einem Entschluss zusammenführte - nämlich die Olympischen Spiele neu zu etablieren. So überlegte er, dass Frankreich wegen mangelnder Fitness den Krieg gegen Deutschland 1870/71 verloren hatte und führte den Turnunterricht in den Schulen ein. Gleichzeitig meinte er, dass die jungen Leute sich im Sport messen sollten, statt sich auf den Kriegsschauplätzen umzubringen und Coubertin wollte mit den Olympischen Spielen eine Friedensbotschaft verknüpfen.
Im Juni 1894 fand in Paris ein Kongress statt, bei dem Pierre de Coubertin seine Ideen international veröffentlichte. Am Ende des Kongresses wurde beschlossen, seine Idee aufzugreifen und für 1896 wurden die ersten Olympischen Spiele anberaumt, wobei Athen der Austragungsort war, um der Antike Rechnung zu tragen. Schon damals wurde das IOC, das Internationale Olympische Komitee gegründet, das auch heute noch für die Ausrichtung der Olympischen Spiele zuständig ist.
Viele Menschen bezeichnen die Olympischen Spiele als Olympiade. Das ist per Definition aber falsch, denn als Olympiade bezeichneten die Griechen die Zeitspanne zwischen den Olympischen Spielen, also vier Jahre. Dieser Zeitabstand ist auch heute noch gültig, wobei die Olympischen Spiele seit jeher eigentlich Olympische Sommerspiele waren, die ab 1924 durch Olympische Winterspiele ergänzt wurden.
Da beide Veranstaltungen immer größer wurden und auch vom Marketing her beides in einem Jahr kaum mehr zu handhaben war, fanden 1992 zum letzten Mal beide Olympischen Spiele in einem Jahr statt. 1994 gab es daher schon zwei Jahre später die nächsten Olympischen Winterspiele und ab 1996 gibt es im Vierjahres-Rythmus Olympische Sommerspiele.
Die Olympischen Sommerspiele zählen medial zu den größten Sportveranstaltungen, möglicherweise ist sie die größte, nur die Fußball-Weltmeisterschaft kann ernsthafte Konkurrenz bieten. Stetig ist das Programm gewachsen und mittlerweile werden über 300 Wettbewerbe in 28 Sportarten durchgeführt. Über 15.000 Medienvertreter berichten über die Olympischen Sommerspiele.
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