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Wer sich intensiv auf die Tour de France vorbereiten möchte, wählt entweder die Tour de Suisse oder die Dauphiné Libéré. Das ist zum Teil Geschmackssache, zum Teil auch eine Frage der Sympathie und zum Teil ist die Entscheidung, welche der beiden Rundfahrten für das Trainingsprogramm geeigneter ist, eine Strategiefrage.
Lance Armstrong zum Beispiel fuhr meistens die Dauphiné Libéré, weil bei dieser Rundfahrt auch die französischen Alpen einbezogen werden und damit eine Intensiv-Trainingsfahrt für die Tour möglich ist. Jan Ullrich fuhr hingegen lieber bei der Tour de Suisse mit, weil er selbst in der Schweiz wohnt.
Die Dauphiné Libéré ist eine ziemlich heimtückische Rundfahrt, weil sie sehr schwer ist und die Radprofis leicht Gefahr laufen, ihre ganze Energie hier zu vergeuden, die sie aber dann drei Wochen lang bei der Tour de France bitter nötig haben. Das gilt vor allem für die Favoriten der Tour. Denn bei der Dauphiné Libéré werden schwere Bergetappen gefahren und auch ein Bergzeitfahren ist öfter am Programm und nur wer alles gibt, hat eine Chance auf den Gesamtsieg.
Insgesamt gibt es auf meistens einen Prolog und acht Etappen, die zum Großteil in den Bergen gefahren wird und daher vom Profil her sehr anspruchsvoll ist. Gefahren wird in Südostfrankreich in der Landschaft Dauphiné, die der Rundfahrt ihren Namen gab.
Zufallssieger gibt es bei dieser Rundfahrt keine, es gewinnen die stärksten Bergfahrer, aber manche, die hier überzeugt haben, sind dann bei der Tour kläglich gescheitert. Iban Mayo gewann beispielsweise die Dauphiné Libéré souverän und konnte als Mitfavorit bei der Tour keine Akzente setzen. 2006 passierte Levy Leipheimer das gleiche Schicksal. Er gewann mit starken Leistungen diese Rundfahrt und kam als Geheimfavorit zur Tour, aber dort passte die Form nicht mehr, er hatte sich bei seinem Sieg in der Dauphiné Libéré zu viel Energie gelassen.
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